Mehr als die Hälfte der 50 am stärksten verschmutzten Städte Europas liegen in Polen. Die Stadt Ostróda befindet sich im Norden Polens und hat etwa 35.000 Einwohner. Sie ist von einem Naturpark umgeben und grenzt direkt an einen See. Daher ist die Natur ein integraler Bestandteil der Stadt.
In Ostróda läuft seit einigen Jahren ein Projekt zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduzierung der Schadstoffemissionen. Teil dieses Projekts war auch die Sanierung der städtischen Fernwärmeanlage.
Ziel der Sanierung war die Verbesserung der Energieeffizienz des städtischen Heizkraftwerks. Dieses Heizkraftwerk versorgt das städtische Fernwärmenetz mit Wärme. Die Kraft-Wärme-Kopplung sollte ältere Energiequellen, vorwiegend Kohleöfen, ersetzen und die Betriebskosten weiter senken. Das Heizkraftwerk wurde außerdem mit einer neuen Abgasentstaubungsanlage und einem 75 Meter hohen Schornstein ausgestattet, um die Auswirkungen auf die Umgebung so gering wie möglich zu halten. Die installierte Gesamtleistung des Heizkraftwerks beträgt 51 MW.
Der Betreiber, die MPEC Ostróda Sp. z o.o. (Städtisches Fernwärmeunternehmen), versprach vor allem eine Reduzierung der CO₂-Emissionen. Durch die umfassende Systemsanierung wurde eine Senkung der Emissionen um bis zu 38 Tonnen CO₂ pro Jahr erwartet. Gleichzeitig sollte die Gesamteffizienz und -kapazität des Systems gesteigert werden.
Im Jahr 2018 wurden zwei TEDOM Quanto 2000 Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Erdgasanschluss installiert. Die Lieferung umfasste außerdem zwei Economizer, die
den Gesamtwirkungsgrad des BHKW durch zusätzliche Nutzung der Abgasenergie erhöhten.
Der gesamte Auftrag, der von unserem langjährigen polnischen Partner TOP CONSTRUCTION SP. K. vor Ort ausgeführt wurde,
umfasste den Bau eines separaten Gebäudes und die Installation von zwei BHKW mit einer Wärmeleistung von 4,3 MW
sowie die notwendige Infrastruktur:
Das Blockheizkraftwerk (BHKW) ist für den Dauerbetrieb ausgelegt. Im Sommer, wenn der Heizbedarf geringer ist, kann es den gesamten Wärmebedarf der Stadt decken.
Seit 2018 ist das erste BHKW-Kraftwerk von TEDOM insgesamt 13.588 Stunden in Betrieb und hat dabei 24.744.865 kWh elektrische Energie erzeugt. Das zweite BHKW-Kraftwerk war insgesamt 13.618 Stunden in Betrieb, was einer Leistung von 24.990.834 kWh entspricht.
Im Vergleich zur herkömmlichen getrennten Strom- und Wärmeerzeugung hat ein BHKW-Kraftwerk 13,5 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart. Somit haben die beiden BHKW-Kraftwerke von TEDOM nach 1,5 Jahren Betrieb insgesamt 40 Tonnen CO₂ eingespart.
„Wir möchten TEDOM Poland Sp. z o.o. als zuverlässigen Lieferanten und Auftragnehmer empfehlen. Das Projekt wurde professionell, termingerecht und gemäß den Bauplänen und den Erwartungen des Investors abgeschlossen.“
Włodzimierz Brodiuk, Vorstandsvorsitzender von MPEC Ostróda
Ausgewählte Referenzen und Fallstudien